Der JSV im Wettkampf - Rausch
Am 28.02.2026 reisten fünf engagierte Sportler zum Faschingsturnier nach Auma im schönen Thüringen. Auf zwei Kampfflächen traten Athletinnen und Athleten der Altersklassen U35, Ü35 und Ü50 gegeneinander an.
In den Einzelkämpfen zeigten alle fünf Kämpferinnen und Kämpfer gute Leistungen, Kampfgeist und technische Vielfalt:
Jörn Dröschel – GK bis 90 kg, Ü35
Jörn startete gegen einen erfahrenen Kämpfer in den Wettbewerb. Diesen könnte er nicht bezwingen, überließ ihm aber nicht ohne Anstrengung den Sieg.
Im nächsten Kampf wurde Jörns Ansatz eines Ko-soto-gari vom Gegner übernommen und mit Uchi-mata in einen Wazari (halber Punkt) verwandelt. Nach mehreren Nachsetzversuchen gelang dem Gegner schließlich ein Harai-goshi zum Punkt. Auch in den folgenden Duellen gegen zwei Schwarzgurte – darunter seinem Vereinskameraden - konnte sich Jörn trotz aktiver Ansätze nicht durchsetzen und verlor. Insgesamt zeigte er starke Fortschritte aus dem Training.
Stephan Friedrich – GK bis 90 kg, Ü35
Nach fünfzehn Jahren ohne Wettkampfteilnahme war der Start kein leichtes Unterfangen. Nach einer eigenen Eindrehtechnik geriet Stephan kurzzeitig in eine Festhalte, aus der er sich jedoch schnell lösen konnte. Der erste Kampf endete mit einer Niederlage durch O-uchi-gari. In seinem darauffolgenden Kampf sah es schon anders aus: mit einem Seoi-nage-Ansatz leitete er erfolgreich in den Boden über und gewann dort durch eine Festhalte. In Kampf drei gelang es ihm mit einem Seoi-nage einen Wazari zu erzielen, welcher ihm einen Vorteil brachte, sodass er nach Ablauf der Kampfzeit siegessicher war. Im vereinsinternen Duell gegen Jörn Dröschel erzielte er zunächst einen Wazari durch Seoi-nage und gewann schließlich durch eine präzise Fußtechnik. Stephan verdiente sich den 2. Platz.
Martin Ebelt – GK bis 81 kg, Ü35
Martin brachte seinen ersten Gegner durch eine Fußfege zu Boden. Nach intensiver Bodenarbeit mit Würge- und Armhebelansätzen, die leider scheiterten, gewann er schließlich mit einer Festhalte.
Im zweiten Duell erzielte Martin durch Morote-seoi-Ansatz einen Yuko (kleiner Vorteil) und verteidigte diese Führung clever bis zum Ablauf der Zeit. In Kampf drei übernahm er einen gegnerischen tiefen Seoi-nage-Ansatz und konterte spektakulär mit einem gerollten Würgegriff (Kata-te-jime) zum Sieg. In seinem letzten Kampf punktete Martin früh mit einem Hüftrad und sicherte den Sieg durch eine anschließende Festhalte. Martins Bilanz von vier gewonnen Kämpfen brachte ihm die Goldmedaille.
Christian Rosenberger – GK bis 100 kg, Ü35
Im ersten Kampf trat Christan einem Dan – Träger gegenüber. Christians starker Seoi-nage-Ansatz wurde durch den Gegner gekontert, der ihn in einen Armhebel zog. Der Kampf endete durch Hebeltechnik. Nach einer gegnerischen Eindrehtechnik musste Christian erneut eine Niederlage gegen einen weiteren erfahrenen Gegner hinnehmen. Während der gesamten Kampfzeit zeigte er immer wieder überraschende Ansätze und gesamtheitlich eine gute Umsetzung des bisherigen Trainings. Christian landete schließlich auf Platz 3.
Leonie Erlebach – GK bis 63 kg, U35
Im ersten Kampf erzielte Leonie zunächst einen Wazari mit Seoi-nage , gefolgt von zwei Yuko-Wertungen und gewann schließlich mit einer Festhalte. Im zweiten Duell sicherte sie sich einen kleinen Vorteil durch Tai-otoshi und erzielte zusätzlich einen Wazari durch eine Kontertechnik, bevor sie erneut per Festhalte siegte. Im dritten Kampf erhielt ihre Gegnerin aus Leipzig zwar eine Bestrafung fürs Beinfassen, konnte aber später mit O-goshi auf Punkt gewinnen. Leonie verlor diesen Kampf. Im letzten Duell gelang es ihr jedoch, erneut einen Vorteil zu erzielen. Ihre Gegnerin aus dem Harz legte mit einem Wazari nach. Schließlich gelang es der Eilenburgerin mit einem Seoi-nage einen Yuko zu erzielen, der ihr nach Ablauf der Zeit den Sieg bescherte. Leonie wurde damit 3. Platz.
Die Mannschaftskämpfe folgten, wobei sich die Eilenburger der Vollständigkeit halber mit weiteren Sportlern verbündeten. So entstand die Mannschaft „Eisanitzau“, die zunächst gegen eine jüngere Mannschaft antrat. Hier holten beide Mannschaften je drei Siege ein, jedoch insgesamt weniger Unterpunkte. Diese Begegnung verloren die Eilenburger knapp.
In der zweiten Begegnung zeigten sie sich entschlossen gegen die Kampfgemeinschaft aus dem Harz. Spannende Kämpfe und ein langer Wettkampf mündeten schließlich in einem Mannschaftssieg und einem verdienten Silberpokal.
Leonie Erlebach






