Zwei Eilenburger bei langer Judonacht

Am vergangenen Donnerstag machten sich zwei judobegeisterte Kämpfer aus Eilenburg auf den Weg in die Landeshauptstadt, um am landesoffenen Nikolausturnier des Judovereins Grün-Weiß Dresden teilzunehmen und ihre Chance auf einen der dort heiß begehrten Schokoladenweihnachtsmänner zu nutzen.

 

Aufgrund einer unerwartet hohen Teilnehmerzahl – sie lag etwa doppelt so hoch wie ursprünglich angenommen – entwickelte sich der eigentlich als entspannt geplante Wettkampf zu einem bis nach Mitternacht andauernden Turnier. Durch die Teilnahme zahlreicher leistungsstarker sächsischer Judovereine wurde zudem ein sehr hohes technisches Niveau erreicht.

 

In der mit 17 Athleten am stärksten besetzten Gewichtsklasse bis 81 kg ging der Eilenburger Martin Ebelt an den Start. Bereits in seiner ersten Begegnung traf er auf einen erfahrenen Dresdner Kämpfer und lieferte sich mit ihm einen äußerst knappen Kampf. Die denkbar enge 2:1-Kampfrichterentscheidung fiel gegen ihn aus, sodass Martin anschließend vier Kämpfe in der Hoffnungsrunde gewinnen musste, um noch eine Bronzemedaille zu erreichen.

 

Den ersten dieser Kämpfe entschied er, nach zwei großen Wertungen für einen sehenswerten Seoi-Nage (Schulterwurf), schließlich mit einem Ippon für sich. 

 

Im anschließenden Duell siegte er mit Yuko für Tani-Otoshi (Opferwurf) und auch den dritten Kampf der Trostrunde gewann er überraschend gegen einen klar favorisierten Gegner mit Yuko für Harai-Goshi (Hüftfeger). 

 

Damit stand er im Bronzekampf einem sehr starken Athleten des gastgebenden Vereins gegenüber. In den letzten drei Sekunden der Begegnung nutzte Martin eine günstige Kampfsituation und erzielte mit einem sauber ausgeführten O-Soto-Gari (Beinhakenwurf) einen Yuko, der ihm den Sieg und damit die Bronzemedaille sicherte.

 

Auch Wettkampfneuling Christian Rosenberger, zeigte eine überzeugende Leistung in der Gewichtsklasse bis 100 kg. Der 43-Jährige konnte dank seiner beherzten und offensiven Kampfweise gut mit den deutlich jüngeren Gegnern mithalten. Bei seinem allerersten Wettkampf dominierte er im zweiten Kampf klar, verlor jedoch durch einen kleinen taktischen Fehler den eigentlich verdienten Sieg.

Seine Art zu kämpfen lässt jedoch bei hoffentlich zunehmender Wettkampferfahrung in Zukunft einige Erfolge erwarten.

 

Letztlich kehrten die beiden judobegeisterten Eilenburger mit jeweils einer Urkunde und einem der begehrten Schokoladenweihnachtsmänner im Gepäck gegen zwei Uhr nachts nach Hause zurück - mit dem Fazit, dass sich dieser lange Judoabend sowohl für die eigenen Leistungen als auch aufgrund der zahlreichen sehenswerten Kämpfe der anderen Judoka gelohnt hatte.

 

Torsten Ebelt

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